20. November 2019

Hühner-Webcam

Ich darf vorstellen: Hanni und Susi.

Zwei federfüssige Zwerghühner aus Wichlinghausen. Und jetzt bei uns live auf TalTV 🙂


Webcam-Direktauswahl (weitere Infos auf dem Link)

Döpps: 1 2 3 5 360° O-barmen: 1 3 HiSpeed Talweit: Hühner B7 A46 Laurenz Eichhörnchen Kirchplatz Wall2 Alter Markt Wetter ISS Igel Wind Carnap Müngstener Brücke Schloss Burg Ventilator Falken: 1 2 3 Highlights dies & das: 24h-Rückblick 24h-Bild

Die beiden habe eine lange Geschichte hinter sich, die uns jetzt ihre Besitzerin erzählt:
Wie kommt man dazu Hühner im eigenen Garten zu halten und das noch mitten in der Stadt?!

Die Idee entstand eigentlich im November 2018 nach unserer Südafrika Reise, wo wir auf einer Straussenfarm waren und am nächsten Morgen uns mit 6 Personen ein Straussenei als Rührei geteilt haben. War das lecker…

Eigentlich kam zuerst der Wunsch im Frühjahr ein Hochbeet anzulegen und ja warum eigentlich nicht, frische Eier. Wir wussten zwar, dass ein Bauer unsere Siedlung wöchentlich mit frischen Eiern beliefert, aber wissen wir denn auch, wie die Tiere gehalten werden, was sie zu futtern bekommen oder ob die Eier wirklich frisch sind?! Mit alle diesen Fragen fingen wir langsam an uns mit dem Thema Hühner im Garten, Haltung, Rasse, was ist zu beachten, auseinanderzusetzen.

Am Silvesterabend befragten wir ein paar Nachbarn zu unserer Idee, ob wir deren Segen bekommen würden, aber dann wurde das Projekt erst einmal bis zum Frühjahr auf Eis gelegt. So ganz wussten wir einfach doch nicht die Sache anzupacken und so verging eine Weile. Bis Jörn das Thema im Büro angesprochen hat und seine Kollegin ihn auf eine super Idee brachte, denn Sie wohnt direkt neben einer Hühner Farm und konnte für uns den Kontakt herstellen.

Wir versuchten schnellstmöglich einen Termin zu bekommen um uns von den Züchtern ausgiebig beraten zu lassen. Die Rasse stand somit auch recht zügig fest, es sollten Federfüssige Zwerghühner werden. Diese werden nicht so gross und legen ca. 120 Eier pro Jahr, also genau richtig für uns, da wir auch nicht so viele Eier pro Woche verzehren.

Nach dem Termin bei den Züchtern, hatten wir also eine große To Do Liste, welche wir also nach und nach abarbeiten mussten. Zuerst war es wichtig, einen Hühnerstall zu bekommen, der groß genug ist und nicht so verwinkelt ist, so dass wir diesen gut reinigen können und es keine verwinkelten Ecken gibt für Ungeziefer.

Wir haben uns für ein altes Gartenhaus entschieden, welches wir (besser gesagt mein Mann) von innen ausbauen durfte. Da die Züchter uns mit allen notwendigen Informationen ausgestattet hatten, wussten wir also genau was zu tun ist. Wichtig war für uns, dass wir in dem Häuschen auch Licht haben, sowie Strom, damit wir auch einen automatischen Pförtner installieren konnten, denn das macht die Hühnerhaltung unheimlich flexibel und man macht sich keine Vorwürfe, wenn man einmal vergisst abzuschließen.

Nun kam die Frage, wie wir das Außengehege gestalten wollen würden und um uns die Arbeit zu erleichtern und die Stabilität zu gewähren, haben wir uns also für ein Außengehege aus Metall entschieden, welches vorerst ausreichend sein sollte.
Bis unser Nachwuchs endlich einziehen konnte dauerte es allerdings noch bis Anfang Juli, da die Hennen erst dann erkennbar waren und auch soweit waren von dem Rest getrennt zu werden. Dann waren Sie also da unsere drei Hennen. Am Anfang hatten wir drei Stück, eine weiße, schwarze und braune.

Ja, wir wissen unter den Züchtern ist es eine silberne, schwarze und goldene 😉
Vielleicht fragt sich jetzt der ein oder andere warum wir keinen Hahn haben oder ob man nicht einen Hahn braucht. Dazu können wir nur sagen, nein, man benötigt keinen Hahn, wenn erst ab 10 Hennen.
Warum wir keinen haben wollen, nicht weil wir Hähne nicht hübsch finden, aber ich glaube unsere Nachbarn wären auch nicht sehr erfreut darüber.

Jetzt brauchten also unsere drei Hennen einen Namen und natürlich muss der Einzug gefeiert werden, also schmissen wir eine Namensfindungs-Party nach dem Motto „Wer einen Namen trägt, kommt nicht auf den Grill“ und haben dazu Familie, Freunde und Nachbarn eingeladen.

Die Namensfindung erwies sich als äußerst lustig, es gab Namensvorschläge wie Kentucky – Fried – Chicken oder Dicke braune Berta, Miss Federkissen, Braunhilde und viele mehr. Aber wir hatten nunmal gesagt, die Namen die die meisten Leute gewählt haben, die sollen es werden.

Somit wurde unsere weiße auf den Namen Nanni getauft, unsere schwarze heißt nun Hanni und unsere braune trägt den Namen Susi.
Leider müssen wir an dieser Stelle auch erwähnen, dass unsere Nanni leider nicht solange bei uns bleiben konnte, da Sie wohl einen neurologischen Schaden hatte. Wir haben sehr gehofft, die kleinen Retten zu können und Sie wieder auf die Beine stellen zu können, auch ein Besuch beim Tierarzt und regelmäßige Medikamente ergaben keine Besserung. Daher mussten wir uns schweren Herzen dazu entscheiden sie erlösen zu lassen. RIP Nanni

Susi und Hanni leben also seit dem an zu zweit in Ihrem kleinen Heim und sind sehr abhängig von einander, wo die ist, ist auch die andere zu finden und wehe man möchte die eine nach Ungeziefer kontrollieren, ai ai ai, da wird die andere aber böse und fängt mächtig an zu moppern. Aber so sind wir Frauen eben 😉

Am allerliebsten futtern unser Hennen Mehlwürmer, aber auch Tomaten und Gurken. Sie bekommen alle zwei Tage frisches Wasser, ab und an auch mal eine Multivitamin Brausetablette unter gemischt und ansonsten geben wir Ihnen auch gerne Küchenreste, wie Kartoffeln, Reis oder Gemüse (außer Kohl) . Möhren gehört zum wöchentlichen Speiseplan mit Kräutern, was sehr förderlich für die Darmflora ist. Im Häuschen finden die Hennen immer Körnerfutter, welches alle wichtigen Cerealien beinhaltet, wie z.B. auch Kalk.

Nicht nur die Hennen wollen ausreichend umsorgt werden, wobei diese sich auch gerne mal den Bauch vollhauen, wenn wir Sie im Garten frei rum laufen lassen. Auch das Hühnerhaus muss gepflegt werden. Allerdings ist das keine große Arbeit, denn hier reicht es fast einmal pro Woche klar Schiff zu machen.

Es wäre übertrieben, wenn wir behaupten würden, die beiden kommen kuscheln und laufen uns hinterher, wenn sie einmal Freilauf haben. Aber man merkt schon, dass Sie wissen wohin sie gehören und dass sie eigentlich keine Angst vor uns haben müssen. Ab und an lassen sie sich auch mal streicheln. Wir arbeiten daran, dass die beiden zutraulich werden und nicht mehr so schreckhaft.

Freilauf oder Freiflug?! Ja da sind wir uns nie ganz sicher, deswegen lassen wir die beiden auch nicht so gerne alleine im Garten rum hopsen, denn es ist wirklich schon vorgekommen, dass eine von den beiden auf unser Carport geflogen ist und so erschrocken war, dass sie nicht mehr wusste runterzukommen. Wenn man überlegt, dass unser Carport ca. 2,3 m hoch ist, ist das schon eine enorme Höhe für so ein kleines Huhn, von daher, Augen auf 😉

Wir freuen uns auf Frühjahr 2020 und hoffen dann unsere erste Eier erhalten zu können und wer weiß, vielleicht seid ihr Live dabei *toitoitoi*

Kommentare

  1. Ursula Pfannkuchen sagt:

    Hallo
    Ich freue mich auf die neue Kamera.
    Und viel Spass mit den Beiden (y)

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