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2017-04-06

Neue Technik für das Umspannwerk Süd

An der Cronenberger Straße investieren WSW und AWG insgesamt 4,5 Millionen Euro in eine neue Schaltanlage.

In diesem Monat beginnen die WSW mit dem Umbau des Umspannwerks Süd (UW Süd) auf Küllenhahn. Die Anlage ist eine Schnittstelle zwischen dem Hochspannungsnetz mit 110.000 Volt (110 kV) und dem Mittelspannungsnetz (10 kV) der WSW. Vom UW Süd aus werden teilweise Industriekunden in Cronenberg direkt mit Strom auf der Mittelspannungsebene versorgt. Die meiste Energie gelangt aber über weitere Netzstationen in das 1-kV-Netz für die Endverbraucher in Privathaushalten und Gewerbe in Cronenberg. Insgesamt investieren die WSW gemeinsam mit der AWG insgesamt 4,5 Millionen Euro in die Modernisierung des Umspannwerks und damit in eine sichere Stromversorgung auf den Wuppertaler Südhöhen. Zukünftig wird die AWG mit zwei separaten 110-kV-Kabeln mit dem Verteilnetz verbunden. Das UW Süd ist mit derzeit zwei 110-kV-Einspeiseleitungen vom Umspannwerk Kabelstraße und der AWG ein wichtiger Standort im 110-kV-Netz der WSW. Nach dem Umbau wird es mit dem ebenfalls kürzlich modernisierten UW Ronsdorf verbunden sein.

Nach 45 Betriebsjahren ist die Schaltanlage des UW Süd erneuerungsbedürftig. Nachdem die technische und wirtschaftliche Nutzungsdauer ausgeschöpft ist, müssten die WSW sonst mit einer verstärkten Störanfälligkeit und negativen Folgen für die Versorgungssicherheit rechnen. Ein weiteres Manko der alten Schaltanlage: Sie verfügt nur über eine Luftisolierung, die bei der offenen Bauweise, in der das alte Umspannwerk errichtet wurde, durchaus bei Schalthandlungen auch zu Lärmbelästigungen für die Anwohner führen kann. Das Klacken beim Schalten ist auch noch in einiger Entfernung gut zu hören. Aber dies wird sich nun ändern. Die neue gasisolierte Anlage in kompakter Bauweise ist auf dem aktuellen Stand der Technik, wodurch es zu deutlich geringeren Lärmemissionen kommt.

Die Modernisierung des UW Süd hat auch Auswirkungen auf die benachbarte AWG. Die WSW-Tochter betreibt dort noch eine eigene 110-kV-Schaltanlage. Dabei handelt es sich um eine vollgekapselte SF6-Anlage der ersten. Generation, die 1974 in Betrieb genommen wurde. Sie muss mittlerweile als technisch veraltet gelten, zumal der Hersteller auch keine Ersatzteile mehr bereitstellen kann. Aus technischen und wirtschaftlichen Gründen wird AWG ihre Anlage nun aufgegeben. Die Funktionen werden in das neue UW Süd integriert. Dieses erhält daher noch zwei zusätzliche 110-kV-Schaltfelder. Bei der AWG verbleiben lediglich die 110/10kV-Transformatoren, die vom UW Süd gespeist werden.

Durch den gemeinsamen Beschluss zur Erneuerung ergeben sich sowohl für die WSW, als auch für die AWG wirtschaftliche und betriebliche Vorteile. Die neue 110-kV-Schaltanlage wird zukünftig mit sieben 110-kV-Leistungsschaltern ausgerüstet sein Dadurch erhöht sich auch die Versorgungszuverlässigkeit der in Cronenberg angeschlossenen Kunden.

Auch wenn die meisten Arbeiten bis Anfang 2018 im Umspannwerk selbst stattfinden, wird es auch für die Öffentlichkeit sichtbare Bautätigkeit geben. Um die neue Kabelverbindung zum UW Ronsdorf und zur AWG herzustellen, werden die WSW in der Hahnerberger Straße und im oberen Bereich des Hipkendahl Tiefbauarbeiten für eine neue Kabeltrasse durchführen müssen.

Im Normalfall ist das 110-kV-Netz redundant aufgebaut, d. h. in einem Störungsfall eines Betriebsmittels können unmittelbar andere Betriebsmittel die Versorgungsaufgabe übernehmen, ohne dass Kunden beeinträchtigt werden.

Die Umbauarbeiten werden etwa ein Jahr dauern. Die Kunden im Versorgungsgebiet des UW Süd werden davon im Normalfall wenig mitbekommen. Allerdings kann während der Erneuerung der Anlage bei Störungen im 110-kV-Netz für begrenzte Zeiträume nicht direkt auf eine redundante Einspeisung zurückgegriffen werden. "Wir haben zwar alle technisch und organisatorisch möglichen Vorkehrungen getroffen, aber solch umfangreiche Erneuerungsmaßnahmen bringen betriebliche Einschränkungen in den Bauphasen mit sich", sagt Jürgen Wagner von der WSW Netz GmbH. Bei 110-kV-Störungen im UW Süd müsse man während der Erneuerungsarbeiten auf Baueinsatzkabel zurückgreifen. "Die müssen im Notfall als provisorische Stromleitung erst noch montiert werden und das geht eben nicht so schnell, wie in der Leitwarte mal eben ein paar Schaltungen vorzunehmen", so Wagner. Beruhigend sei aber, dass 110-kV-Störungen sehr selten vorkommen und die WSW von einer reibungslosen Erneuerung der Schaltanlage ausgehen.



Pressekontakt: Wuppertaler Stadtwerke, Konzernkommunikation; 0202 - 569 3766/3712